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Ausgaben verringern

Ein Klassiker. Jeder nicht ausgegebene Euro wirkt sich wie eine direkte Gehaltserhöhung aus, allerdings vollkommen steuer- und abgabenfrei.

Es kann nicht schaden, wenigstens einmal über sämtliche Ausgaben penibel Buch zu führen bis man das Bewusstsein für absolut unnötige Ausgaben und weitere Abstufungen ausreichend geschärft hat. Da findet bestimmt jeder was – immer mal wieder.


Der Konsumkredit – das absolute No-Go

Am wichtigsten und deshalb ganz oben in diesem Artikel steht die Vermeidung von Konsumschulden und damit von Tilgungsausgaben.

Was ich mir nicht leisten kann, kaufe ich mir nicht.

So einfach ist das. Ob das nun ein Auto, ein Urlaub, ein Handy oder ein Sofa ist.


Sparpotential-Liste

Um die Ausgaben zu verringern, könnte man als Anregung einfach diese nicht abschließende Liste durchgehen und nach Sparpotential checken:

  • Versicherungen
    • Kfz: Nicht nur einen Versicherungsvergleich durchführen, sondern auch prüfen, ob der Versicherungsumfang passend ist. Bspw. wäre zu überlegen, ob ab einem Fahrzeugalter von ca. 5 Jahren eine Teilkasko anstatt Vollkasko in Frage kommt.
    • Strom: Ein Anbieterwechsel ist schnell durchgeführt. Noch schneller in der Durchführung: Stecker(leiste) ziehen, um Standby-Verbrauch zu vermeiden.
  • Abos: Brauche ich wirklich Netflix und co.? Vielleicht tut es auch eine abgespeckte Version oder man probiert’s mal komplett ohne Streaming-Dienst.
  • Handyvertrag: Lieber mit dem kleinsten Paket starten und bei Bedarf upgraden als für ein zu großes Paket zu zahlen, dass man eh nicht annähernd ausreizt.
  • No Shoe4You: Ja, wir sind alle Jäger und Sammler. Und es juckt in den Fingern, spätestens, wenn ein Jahreszeitenwechsel ansteht: „Ich bräuchte mal wieder ein paar neue Winterschuhe“ oder „schwarze Sneaker bräuchte ich auch mal“ oder „so halb sportliche Sneaker für’s Büro wären auch cool“. Ich spreche also die berühmten Impulskäufe an, die über kurz oder lang dazu führen, dass man sich vor lauter Schuhen kaum noch retten kann und schon den nächsten Schuhschrank plant. Also: Lieber nicht nur eine Nacht drüber schlafen, zwischendurch mal die vorhandenen Paar Schuhe zählen und sich über die nicht ausgegebenen Euros freuen. Das funktioniert natürlich mit Gegenständen aller Art.

Motivationstipp

Die nicht ausgegebenen Euros lassen sich super in einer Excel oder in einem Online-Rechner darstellen und in zusätzlichen Cashflow pro Tag umrechnen.

Beispiel: Wenn ich zwei Impulskäufe im Monat vermeide, spare ich rein fiktiv 65 Euro im Monat. Aufs Jahr sind das immerhin 780 Euro. Mal angenommen ich packe die monatlichen Einsparungen einfach in einen langweiligen World-ETF mit ebenso fiktiven 4 % Rendite, erhalte ich nach dem ersten Jahr 16,90 Euro an Zinsen. Pro Tag entspricht das einem Cashflow von 4,6 Cent. Ja, das ist erstmal Kleinkram, aber vergessen wir mal nicht den Zinseszinseffekt. Wenn ich mich 10 Jahre so verhalte, beträgt der tägliche, zusätzliche Cashflow schon 79 Cent. Für eine kleine Verhaltensänderung. Und mir steht nach 10 Jahren in Summe 9.567,67 Euro zur Verfügung, über die ich frei verfügen kann.

Okay, noch mehr Zahlen: Wenn mein neues Verhalten nun einfach 30 Jahre und mehr von mir „praktiziert“ wird, spare ich eine Summe von 44.694,09 bekomme ich rein dadurch einen Cashflow von 4,90 Euro am Tag – einfach so. Die Kaufkraft von 4,90 Euro in dreißig Jahren steht natürlich auf einem anderen Blatt – ein halbes Brötchen wird es schon noch sein.


Mit Notgroschen in der Tasche und kontinuierlich optimierten Einnahmen– und Ausgabenströmen ist der Grundstein für die finanzielle Freiheit gelegt. Ob das nun mit 15 oder 45 geschieht, ist nicht unerheblich, aber in jedem Fall ist es nicht zu ändern und sollte dem weiteren Weg nicht entgegenstehen.


Beitragsbild: Bild von freepik

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